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Rolf Knie Galerie Permanente Ausstellung

Weitere Infos unter: ROLFKNIE.CH/

freier Eintritt
Visuelle Besichtigung der Galerie

ÖFFNUNGSZEITEN 2018 Betriebsferien beachten!
Samstag, Sonntag + Montag geschlossen
Dienstag bis Freitag  9:00 - 17:30
Samstag auf Voranmeldung
                         
Wo:              Rolf Knie Galerie
                    Rütistrasse 165,(Neben CCA Angehrn)
                    8645 Rapperswil-Jona.
Mail:             info(@)rolfknie.ch

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SERIGRAFIE - ein Original oder „nur“ ein Druck

Das Argument ist sicher richtig, dass man mit Auflagen Kunst auch den Menschen nahe bringen möchte, für die Originalgemälde zumeist nicht erschwinglich sind. Dennoch darf die Druckgrafik nicht als minderwertige Sparte verstanden werden. Lange Zeit galt die fast dogmatische Haltung, dass eine Druckgrafik nur dann als Original bezeichnet werden darf, wenn der Künstler die Druckform – das heißt beim Holzschnitt den Druckstock, bei der Radierung die Kupferplatte, bei der Lithografie den Stein und bei der Serigrafie das Sieb – selbst gefertigt, hergestellt und mit eigener Hand bearbeitet hat. Wenn man die Begrifflichkeiten derart eng definiert, müsste man den großen Meistern des 16. und 17. Jahrhunderts die „Echtheit“ ihres druckgrafischen Werkes absprechen.

Albrecht Dürer etwa beschäftige eine ganze Gruppe von Schülern, die nach seinen Vorlagen die Druckstöcke für seine Holzschnitte fertigten. Oder woran kann man erkennen, ob eine Lithografie von Marc Chagall selbst oder seinem Lithografen Sorlier in den Stein gezeichnet wurde? Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Joseph Beuys oder Max Bill haben nachweislich ihre Druckformen nicht selbst hergestellt. Mag man noch einen Schritt weiter gehen: Jeff Koons entwickelt bei einigen seiner Gemäldeserien die Bildidee am Computer, fügt collageartig seine Motive zueinander und versieht jedes noch so kleine Feld mit einer Zahl.  Anhand dieser Nummer wissen Koons‘ zahlreiche Werkstattmitarbeiter, welche Farbe sie für ihr ganz persönliches „Malennach- Zahlen“-Spiel verwenden müssen. Wo zieht man nun die Grenze zwischen Original und Nicht-Original?

Was, wenn ein Künstler Applikationen oder nachträglich Übermalungen auf seinen Drucken aufbringt? Begnügt man sich dann mit der Beschreibung „Unikat innerhalb der Auflage“? Rolf Knies „Multiples“ sind streng limitiert, nummeriert, signiert und mit einem nicht sichtbaren Sicherheitscode versehen. Mit seinem drucktechnischen Berater Renzo Nuraca experimentiert Rolf Knie mit extrudierenden (hinausdrängenden) Farben, die sich leicht plastisch anfühlen, sich sogar durch eine leicht reliefartige Wirkung auszeichnen. Mit einer solch sinnlich spürbaren Haptik und seinen beliebten Farbvariationen ist Rolf Knie in eine neue Dimension der Druckgrafik vorgestoßen.

Wie unterscheidet sich eine Serigraphie von einer Lithographie?

Eine Lithographie wird von einem sehr kostbaren Kalkschiefer abgezogen, der sowohl fettige Substanden als auch Wasser aufnehmen kann. Wir der Stein mit Fettfarben bearbeitet und anschliessend mit Wasser getränkt, bleibt bei der Druckvorbereitung nur dort Farbe haften, wo die Fläche fettig ist. In aufwendigen Arbeitsstufen wird bei Farblithos jede einzelne Farbe aufgetragen und danach passgenau vom Stein abgezogen. Die limitierte Druckauflage wird erst produziert, nachdem der Künstler anhand von Probeabdrucken seine vielen kleinen Korrekturen angebracht hat. Die Serigraphie hingegen entsteht aus Farbe, die durch Maschen fällt: Man nehme ein grosses, flaches Sieb, decke kunstvoll gewisse Stellen darin mit Gelatine oder anderen Stoffen ab, lege es alsdann in passendem Abstand auf ein Blatt Papier, gebe Farbe hindurch und warte auf das Resultat. Dieser Prozess, mehrmals mit verschiedenen Schablonen und Farben wiederholt, ergibt letztlich - gut Ding will Weile haben - das begehrte Kunstwerk mit Serien- und Individualcharakter zum erschwinglichen Preis.

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